Gebührenbescheid für Trink- und Schmutzwasser
 
in diesem Beispiel erfolgt im laufenden Abrechnungsjahr
ein Zählerwechsel und der Abnehmer verfügt
über einen Gartenwasserzähler
 
Das Grundstück ist an der öffentlichen Schmutzwasseranlage angeschlossen und ist ein Privathaushalt. Die Tarifeinstufung ist 302 für Trinkwasser in Verbindung mit 402 für Schmutzwasser.  
Der Gebührenbescheid enthält 5 Positionen (Zeile 1 -5), die wie folgt errechnet wurden.  
Zeile 1:
Zeigt den Abrechnungszeitraum des alten Zählers, für das verbrauchte Trinkwasser, bis zum Wechsel am 19.03.2002 an. Vom 1. Januar 2002 bis 19. März 2002 (Spalte 4 – 5) wurden danach 26 Kubikmeter (Spalte 8) Trinkwasser verbraucht, multipliziert mit der Verbrauchsgebühr von 1,40 € pro Kubikmeter, ergibt sich ein Ver-brauchsbetrag Netto (Spalte 12) von 36,40 €. Die Grundgebühr (Spalte 14) für 78 Tage (Spalte 13) Trinkwasser beträgt 12,39 €. Daraus ergibt sich ein Nettobetrag (Spalte 15) von 48,79 €. Zuzüglich 7 % Umsatzsteuer errechnet sich ein Bruttobetrag (Spalte 17) von 52,21 €.
 
36,40 €
  Trinkwassergebühren
Grundgebühren
+
12,39 €
------------------
48,79 €
  Nettobetrag
7 % Ust
+
3,42 €
------------------
52,21 €
  Bruttobetrag
Zeile 2:
Analog zur Zeile 1 wird in der 2. Zeile der Schmutzwasserverbrauch berechnet. Diese entspricht der Menge des Trinkwassers. Für 26 Kubikmeter Schmutzwasser multipliziert mit einer Verbrauchsgebühr von 3,40 € pro Kubikmeter beträgt der Verbrauchsbetrag 88,40 €. Hinzu kommt eine Grundgebühr von 11,54 € . Daraus ergibt sich ein Bruttobetrag in Höhe von 99,94 €. Auf Schmutzwasser entfällt die Umsatzsteuer.
 
88,40 €
  Schmutzwassergebühren
Grundgebühren
+
12,39 €
------------------
Nettobetrag = Bruttobetrag
100,79 €
 
Zeile 3 und 4:
Zeigt den Abrechnungszeitraum des neuen Zählers an. Analog zu den Zeilen 1 und 2 errechnet sich der Verbrauch für den neuen Zähler für den Zeitraum 20. März 2002 bis 31.12.2002. In Zeile 3 für den Trinkwasserverbrauch und in Zeile 4 für das Schmutzwasserverbrauch.
Zeile 5:
In der letzten Abrechnungszeile erfolgt die Berechnung des Gartenwasserzählers. Insgesamt sind für den gesamten Erhebungszeitraum 01. Januar 2002 bis 31.12.2002 13 Kubikmeter über den Gartenwasserzähler verbraucht worden, multipliziert mit der Verbrauchsgebühr für Schmutzwasser von 3,40 € errechnet sich ein Betrag von 44,20 €, welcher vom Schmutzwasserbetrag abgezogen wird. Bei diesem Betrag handelt es sich um eine Gutschrift und wird deshalb mit einem Minus ausgewiesen.
Abschlagfestsetzung und Bekanntgabe:
Der neuen Abschlages wird direkt unter dem Abrechnungsblock der Spalte Zählernummer bekannt gegeben, unter Ausweisung der darin enthaltene Umsatzsteuer und des Nettobetrages. Die Fälligkeiten des Abschlages sind in den Spalten 1. – 4. Abschlag unten in der Mitte des Bescheides angegeben.

Grundsätzlich wird der neue Abschlag anhand des errechneten Bruttobetrages im letzten aktiven Zählerzeitraum ermittelt und festgesetzt. Im Normalfall ist dies das Kalenderjahr. In unserem Beispiel aber wird für den Abschlag der Bruttobetrag nach Zählerwechsel 20.03.2003 – 31.12.03 = 287 Tage zugrundegelegt und auf ein volles Kalenderjahr hochgerechnet. Der Abschlag setzt sich aus einem Trinkwasser- und einem Schmutzwasseranteil zusammen. Die Aufschlüsselung befindet sich im Gebührenbescheid unten links.

Sollte sich hier einmal eine Aufschlüsselung von Wasser-, Schmutz- und Fäkalwasser befinden ist er Abschlag fehlerhaft und bitte umgehend zu melden. Gleiches gilt wenn nur ein Anteil einer ausgewiesen wird und die Abnahmestelle ver- und entsorgt wird.

Die Gesamtsumme des aktuell ermittelten Bruttobetrages verrechnet mit den zuviel oder zuwenig gezahlten Abschlägen ergeben den Zahlbetrag bzw. das Guthaben, welche innerhalb eines Monats nach Bekanntgabe des Gebührenbescheides fällig sind. Ist ein Guthaben entstanden kann diese zur Auszahlung angefordert werden oder mit den Abschlägen verrechnet werden. Guthaben werden grundsätzlich im Minus ausgewiesen.

Darunter können weitere Beträge ausgewiesen sein wie:
- Altforderungen oder Guthaben aus vorherigen  Gebührenbescheiden, welche nicht o. nicht
 vollständig beglichen wurden o. deren Guthaben zur Auszahlung  nicht angefordert wurde
- sonstige Forderungen: Mahngebühren, Säumniszuschläge,  Stundungszinsen u.ä. welche
 noch offen sind
- daraus ergibt sich die zahlbare Gesamtsumme bzw. das Guthaben